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Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung

4 Maßnahmen für eine sichere Schule

symbol für wasser
Kläranlagen

Abwasseranalysen werden helfen, die Risikolage genau im Blick zu haben und frühzeitig reagieren zu können. Forscherinnen und Forscher der TU Wien und der Uni Innsbruck sorgen dafür, dass diese bei 116 Kläranlagen im ganzen Land laufend durchgeführt werden (siehe Karte). Damit sind rund 75 % der Schülerinnen und Schüler erfasst. Die Abwasseranalyse kann das Virus schon rund 7 Tage vor dem ersten Erkennen der Infektionen nachweisen. Bei erhöhter Risikolage werden die Schulen und die elementarpädagogischen Einrichtungen der Gemeinde oder Region frühzeitig gewarnt und können regional reagieren (Tests, Masken), bevor sich die Infektionen ausbreiten. Österreich ist mit diesem Verfahren im Bildungsbereich international Vorreiter.

symbol für ninja
1,1 Millionen Corona-Testpässe

Ab Herbst führen die Schülerinnen und Schüler flächendeckend an allen Schulstandorten Selbsttests durch. Die Tests an den Schulen finden dreimal in der Woche statt, mindestens einer der Tests ist ein PCR-Test. Die Schülerinnen und Schüler führen die PCR-Tests in der Klasse durch. Die Lösung wird im Mund gespült (nicht gegurgelt), um eine Aerosolbildung zu vermeiden. Motto: „Alles spült“. Die PCR-Tests sind mit einem Code versehen, an die Labors werden keine personenbezogenen Daten geliefert. In den Labors werden die Proben gepoolt ausgewertet. Nur im positiven Fall werden Einzelproben analysiert und die Codes der positiven Proben an die Gesundheitsbehörde gemeldet. Die Zuordnung des Codes zum Namen erfolgt in der Schule.

Um ein schnelles Ergebnis zu bekommen, werden auch weiterhin Antigentests eingesetzt, die bereits im Sommersemester 2021 angewendet wurden. Die Tests sind gut eingeführt, werden von Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen und sind ein wirkungsvolles Mittel der Pandemie-Bekämpfung. Das zusätzliche flächendeckende PCR-Testen an den Schulen ist im internationalen Vergleich einzigartig.

Die Tests werden im Ninjapass vermerkt, der den Zutritt zum Sportverein, Restaurant, Frisör etc. in der Freizeit ermöglicht.

symbol für luft
Luftreinigungsgeräte

Wo Lüften nicht oder nur sehr schwer möglich ist, werden Luftreinigungsgeräte eingesetzt. Der Bund subventioniert die Anschaffung dieser Geräte durch die Schulerhalter. Dafür stehen bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bundesbeschaffungsagentur (BBG) wählt geeignete Geräte aus. Luftreinigungsgeräte ersetzen weder das Impfen noch das Tragen von Masken oder das Testen. Sie sind eine ergänzende Maßnahme zum bestehenden Hygienekonzept.

Neue Schulbauten erhalten mechanische Zu- und Abluftsysteme für jede Klasse, um die Luftqualität in den Klassenräumen zu verbessern. Dafür werden Mittel aus dem Schulentwicklungsplan (SCHEP) verwendet.

Die Voraussetzungen, die ein Luftreinigungsgerät erfüllen muss:

  1. Zumindest 4,4 facher Raumluftaustausch pro Stunde (durch ein oder mehrere Geräte)
  2. Maximal 47 dB(A) bei obgenannten Luftaustausch
  3. Filter der Klasse H13 oder H14
  4. Auf den Einsatz von Geräten, die Ozon in der Raumluft erzeugen, sollte verzichtet werden

Die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten ersetzt nicht die übrigen Präventionsmaßnahmen zur Pandemiebekämpfung (Testen, Abstand wahren, Hygiene, Maske Tragen FFP2,…)

Dossier und Positionspapier zur Raumluftqualität

Dossier zur Raumluftqualität in Bildungseinrichtungen mit Fokus auf kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zum Infektionsschutz unter COVID-19 Bedingungen“ des Österreichischen Instituts für Schul- und Sportstättenbau: https://www.oeiss.org/oeiss/de/aktuell/news/dossier-zur-raumluftqualitaet-unter-covid-19-bedingungen/

symbol für impfen
Impfangebote/Impfbusse

Bereits während der Sommerferien starten die Bundesländer mit lokalen Impfangeboten und Impfbussen im Umfeld der Schulen. Auch Standorte der Sommerschule werden angefahren.

Schülerinnen und Schüler, die sich impfen lassen wollen, können diese Angebote bequem nutzen und so sich und ihre Freundinnen und Freunde sowie ihre Familien vor einer schweren Erkrankung schützen. Alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren haben die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Bis 14 Jahre ist dafür eine Zustimmung der Erziehungsberechtigten notwendig.

Link zur Einverständniserklärung BMSGPK